03.04.2017 12:28 Uhr

Berleburger Konfis holen des Westfalen-Cup

 
Der Kirchenkreis Wittgenstein ist zwar zahlenmäßig der kleinste in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), seit Samstag ist aber trotzdem der Westfälische Konfi-Cup-Meister. Die gemeinsame Konfirmanden-Mannschaft der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen hatte Ende Januar den heimischen Konfi-Cup gewonnen, jetzt brachte sie den EKvW-Pokal zum ersten Mal nach Wittgenstein.

Insgesamt traten in Kamen zehn Teams im Wettbewerb um den Westfalen-Titel an. Das Endspiel bestritten die Wittgensteiner gegen die Mannschaft aus dem Kirchenkreis Minden. Die beiden Gruppen mit der weitesten Anfahrt belohnten sich also mit einer Final-Teilnahme. An diesen Teams lag es übrigens nicht, dass das Turnier wegen Zuspätkommern ein bisschen später anfangen musste. Die mit dem weitesten Weg waren nämlich pünktlich vor Ort. 2:1 gewannen die Wittgensteiner, die sich wegen Krankheitsfällen mit einem Konfirmanden und einem Katechumenen aus dem Kirchenkreis verstärkt hatten, das Endspiel. Bereits in der Vorrunde waren die Teams aufeinander getroffen, hier endete das Spiel noch 1:1. Wobei Christine Liedtke als Pfarrerin des Teams mit unerwartetem Fußball-Sachverstand aufwartet: „Im zweiten Spiel gab es ein Tor für Minden, das eigentlich gar nicht hätte gezählt werden dürfen, aber wir haben es mit Fassung getragen.“
Obwohl die Wittgensteiner bereits um 7 Uhr morgens am Christus-Haus losgefahren waren, hatten sie schon bei der Vorstellung der Mannschaften zu Beginn für gute Stimmung gesorgt, wie sich Christine Liedtke erinnert: „Die anderen winkten zaghaft, Siegen ließ einen kleinen Jubel hören, und die Wittgensteiner waren nicht zu überhören und jubelten am lautesten.“ Siegerländer und Wittgensteiner mit dem meisten Temperament - wer hätte das gedacht? Aber in Westfalen sind wir eben die Südländer. Aus Wittgenstein waren neben elf Spielerinnen und Spielern - es müssen beim Konfi-Cup immer Mädchen und Jungens auf dem Platz sein - noch 16 Unterstützer dabei, die schon in der Vorrunde viel zu jubeln hatten: 2:0 gegen die Mannschaft aus dem Kirchenkreis Paderborn, 2:0 gegen den Kirchenkreis Unna, 4:0 gegen den Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid. Mit dem bereits erwähnten Unentschieden ergab das zehn Punkte in der Vorrunde, genau wie für Minden. In der anderen Vorrunden-Gruppe holte das Konfi-Team der Kirchengemeinde Netphen in der Vorrunde mit vier Siegen gegen Hamm, Herford, Iserlohn und Schwelm alle zwölf möglichen Punkte - kein Wunder, dass sie für den Kirchenkreis Siegen spielten. Doch gleich im ersten Halbfinale trafen dann die Nachbarkirchen-Kirchenkreise aufeinander - und die Wittgensteiner hatten das bessere Ende für sich: Mit 3:0 qualifizierten sie sich fürs Finale, während die Siegerländer im Spiel um Platz drei noch eine Chance aufs Podest hatten. Hier gewannen die Netphener nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit das Siebenmetterschießen 3:1 gegen Iserlohn.
Wie das Finale ablief, das fasst Max Born als Jugendmitarbeiter der Berleburger Kirchengemeinde so zusammen: „1. Minute - das 1:0 für Berleburg durch Fabio, Vorlage von Finn (links/außen), 2. Minute - der Ausgleich von Minden, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, alle fiebern lautstark mit, 6. Minute - Tim schießt von der Mittellinie, Torwart hält, aber ein exzellenter Schuss, auch Minden hat zahlreiche Chancen, es muss von beiden Mannschaften schnell geschaltet werden, trotz starker Schmerzen am Oberschenkel bleibt Tim weiterhin im Spiel, 11. Minute - Freistoß, Tim hat angetäuscht, anschließend zu Finn geschossen und es kam zum Tor, nach der 12. Minute wurde abgepfiffen.“ Und die Mannschaft der gemeinsamen Konfi-Gruppe der Kirchengemeinden Bad Berleburg und Girkhausen holte den Pokal. Sieben Jungs und vier Mädchen, aber Pfarrerin Christine Liedtke wollte auch noch zwei anderen danken: „Namentlich erwähnen will ich die beiden hilfreichen Väter, die ruhig und fröhlich die Spiele begleitet haben, ausgewechselt haben und den Überblick behielten: Michael Schreiber und Jochen Dickel.“
Und was bedeutet dieser Sieg nun? Das muss man sehen - aber im vergangenen Jahr gehörte zum olympischen Silbermedaillen-Fußball-Team mit Lukas Klostermann ein Spieler, der 2010 in der Siegermannschaft beim Westfälischen Konfi-Cup war. Und was bedeutet dieser Sieg nicht? Dass man um die Konfirmanden-Prüfung drumherum kommt. Die war eigentlich für Samstag vorgesehen und wurde trotz des Siegs nicht abgesagt, sondern am Sonntagnachmittag nachgeholt.



 
 
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