Nachrichten vom 28.04.2017

Vandalismus im "Sieg-Carré" in Siegen

Polizei ermittelt gegen Mitglieder einer Jugendbande

Im Zusammenhang mit Vandalismus-Vorkommnissen im „Sieg-Carré“ in Siegen ermittelt die Polizei nun gegen rund zehn Jugendliche. Die Gruppe soll für eine Vielzahl von Straftaten im Siegener Innenstadtbereich verantwortlich sein. Das Spektrum reicht von Pöbeleien und Belästigungen über Sachbeschädigungen bis zu Einbrüchen, Gewaltdelikten und einem Feuer. Die Beamten haben bei Hausdurchsuchungen Mobiltelefone beschlagnahmt, mit denen jugendliche Täter ihre Aktionen gefilmt haben. Laut Polizei ist unter anderem zu sehen, wie Flaschen auf wehr- und arglose Obdachlose geworfen wurden.
 
 

Programm vorgestellt

9. "kreuztalsommer" mit kostenlosen Kulturangeboten

Ein Kulturprogramm mit Angeboten für jeden Geschmack wird es von Ende Mai bis Ende August wieder in Kreuztal geben. Dann heißt es zum 9. Mal „kreuztalsommer“. Konzerte vom Kinderchor bis zu Rap und Pop, Puppentheater oder eine Diaschau – das alles gibt es kostenlos. Mittendrin findet am 9. Juli Kreuztal-Klassik statt, das Open-Air-Konzert in Dreslers Park mit der Philharmonie Südwestfalen. Unter dem Motto „The Sound of Europe“ geht es musikalisch einmal quer über den Kontinent.
 
 

Verkaufsoffener Sonntag zum Stadtfest in Siegen?

Gewerkschaft "verdi" kündigt Klage an

Am 3. Juni-Wochenende soll in Siegen wieder ein großes Stadtfest gefeiert werden. Neben Bühnenprogramm und vielen weiteren Aktionen ist auch ein verkaufsoffener Sonntag geplant. Die Gesellschaft für Stadtmarketing hat für den 18. Juni einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Geschäfte in Siegens Innenstadt sollen dann von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen. Stadtverwaltung und IHK sehen keine Probleme, wohl aber die Katholische Kirche und die Gewerkschaft „verdi“. Beide haben eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. „verdi“ droht mit Klage, falls der Rat Anfang Juni „Ja“ zu einem verkaufsoffenen Sonntag sagen sollte.
 
 

Skrupelloses Werben um Strom- und Gasverträge

Verbraucherzentrale mahnt Direktvertriebe ab

Zahlreiche Siegener Bürger haben sich bei der Verbraucherberatungsstelle an der Friedrichstraße über fiese Maschen von Firmen beschwert, die Energielieferverträge vertreiben. Unverlangte Werbeanrufe am Telefon, Unterschieben von Verträgen oder sogar Vertragskündigungen ohne Vollmacht des Kunden: all das kommt immer wieder vor. Die Verbraucherzentrale geht gerade rechtlich gegen vier Anbieter vor. Rechtsberaterin Astrid Goetze sagt, man solle sich niemals am Telefon oder an der Haustür zu schnellen Vertragsabschlüssen drängen lassen. Ein weiterer Tipp: keine persönlichen Daten rausgeben – vor allem nicht die Zählernummer von Strom- oder Gaszähler.
 
 

Traditionsmarkt findet zum 29. Mal statt

Wollmarkt in Bad Berleburg

In Bad Berleburg findet am 7. Mai der traditionelle Wollmarkt statt. Auf dem Marktplatz werden dann wieder Schafe geschoren, die so ihr Winterfell verlieren. Besucher können live miterleben wie das Schafsfell zur Wolle verarbeitet wird. Außerdem gibt es viele gastronomische Stände und eine regionale Ecke, in der die Besonderheiten der Region präsentiert werden. Für Kinder sind Bastel- und Schminkangebote vorbereitet. Der Wollmarkt wird offiziell um 11:30 Uhr von Landrat Andreas Müller eröffnet.
 
 

Aktuelle Studie eines Forschungsinstituts

Maschinen könnten bald jeden vierten Job im Kreis erledigen

Jeder vierte Job in Siegen-Wittgenstein könnte in Zukunft von einem Roboter statt eines Menschen erledigt werden. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, kurz IAB. Das Institut hat sich mit dem Thema Digitalisierung befasst und einzelne Regionen in NRW angeschaut. Demnach wirkt sich die Digitalisierung vor allem auf Südwestfalen und das Bergische Land aus. Grund ist, dass hier produzierende Unternehmen wie z.B. Automobilzulieferer ihren Sitz haben. Hier werden schon jetzt viele Arbeiten von Maschinen gemacht, künftig könnte das noch zunehmen. Die Wissenschaftler betonen aber, dass das nicht notwendigerweise auch bedeutet, dass die Jobs verloren gehen. „Die Berufe werden sich verändern“, sagt Forscher Frank Bauer. Und auch nicht alle Arbeiten könnten von Maschinen übernommen werden. Vieles sei einfach zu vielfältig und nicht automatisierbar.
 
 

Drei ausgebüxte Berberaffen weiter "auf freiem Fuß"

In Niederfischbach sind immer noch die Affen los

In Niederfischbach sind immer noch die Affen los. Am Montag waren drei Berberaffen aus einem Gehege ausgebüxt – sie hatten die Gunst der Stunde genutzt und waren durch eine nicht richtig verschlossene Tür entkommen. Allerdings war man sich beim Tierpark schnell sicher, dass die Affen nicht weit kommen. Im Moment gibt es nicht genügend zu essen draußen und die Tierchen sind auch sehr reviertreu. Die Pfleger behielten Recht: Die Affen halten sich in der Nähe und teilweise sogar auf dem Gelände des Tierparks auf. Ein Pfleger konnte einen Affen gestern sogar an die Hand nehmen. Auf dem Weg Richtung Gehege kam allerdings ein Spaziergänger mit einem Hund vorbei. Das war dem Affen nicht geheuer, er nahm Reißaus. Im Tierpark ist man aber nicht bang, dass die Tierchen bald wieder ihren Weg ins Gehege finden: Dort wurden Obst und Nüsse ausgelegt, um sie anzulocken.
 
 

Abzweigung in Wittgenstein war zu eng

LKW-Fahrer folgt Navi - und fährt sich fest

Weil er seinem Navi gefolgt ist, hat sich ein LKW-Fahrer aus Litauen gestern in Wittgenstein festgefahren. Der Mann war auf der K47 von Rinthe Richtung Berghausen unterwegs. An einer Kreuzung wollte er Richtung Birkefehler Höhe abbiegen – obwohl der Abzweig für einen LKW dieser Größe nicht geeignet ist. Prompt fuhr der LKW sich fest. Zwei seiner Reifen platzten an der Leitplanke, es gab kein vor und kein zurück mehr. Auch an der Kreuzung selbst richtete der LKW Schaden an, er nahm die Böschung mit und machte die Leitplanke platt. Zwei Autos wurden durch herumfliegende Steine ebenfalls beschädigt. Hilfe bekam der Fahrer durch zwei andere LKW-Fahrer, die ihn aus dem Kreuzungsbereich rauslotsen konnten. An Weiterfahrt war aber nicht zu denken, ein Abschlepper musste anrücken.
 
 

Windräder werden sich vorerst nicht drehen

Naturschützer erleichtert über Baustopp in Freudenberg

Eigentlich sollten sich in Freudenberg demnächst drei neue Windräder drehen, doch daraus wird vorerst nichts. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat den Baustopp angeordnet, Radio Siegen hat darüber berichtet. Ein Landwirt aus Friesenhagen hatte geklagt und Recht bekommen. Das Gericht sieht Fehler bei einer vor dem Bau durchgeführten Prüfung. Unter anderem sei der Abstand der Windräder zu Brutstätten des Rotmilans nicht beachtet worden. Naturschützer sind erleichtert über den Stopp. Harry Neumann von der „Naturschutzinitiative“ sagt, dass das Gericht richtig entschieden hat. Der Schaden für die biologische Vielfalt im Gebiet der neuen Anlagen in Freudenberg sei enorm. Es gebe zudem mittlerweile so viele Windräder in Deutschland und die Eingriffe in die Natur seien vielerorts so groß, dass man keine weiteren mehr bauen dürfe. Neumann hofft darauf, dass die Freudenberger Anlagen sogar zurückgebaut werden müssen.
 
 

Briefwahl bei vielen Wählern beliebt

Vorbereitungen für Landtagswahl laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen für die Landtagswahl in NRW laufen auf Hochtouren. Seit zehn Tagen können in den Wahlbüros und im Internet die Briefwahlunterlagen beantragt werden. Dieses Angebot nehmen viele Wahlberechtigte in Siegen-Wittgenstein an - das sagt eine Radio Siegen-Stichprobe. Bisher wurden z.B. in Siegen bereits 8200 Briefwahlunterlegen angefordert. In Kreuztal waren es 2600 und in Bad Berleburg 1200. Bis zur Landtagswahl bleiben die Stimmzettel in den Urnen oder im Tresor verschlossen. Am 14. Mai wird dann ausgezählt. Bei der letzten Landtagswahl wählte im Schnitt jeder vierte Bürger in Siegen-Wittgenstein per Briefwahl.
 
 

Feuerwehr musste anrücken

Bahnhof Kreuztal: Ehepaar steckte im Aufzug fest

Im Aufzug am Kreuztaler Bahnhof sind erneut Personen stecken geblieben. Der Vorfall ereignete sich schon am Mittwoch. Ein Ehepaar wollte vom Gleis 1 aus den Aufzug benutzen. Während der Fahrt blieb der Aufzug allerdings stehen. Durch den Alarmknopf konnte das Ehepaar, das mitsamt seiner Fahrräder im Aufzug stand, Hilfe rufen. Nach rund einer Stunde konnte die Feuerwehr Kreuztal die beiden dann befreien. Sie blieben unverletzt. Es ist nicht das erste Mal, dass Personen in diesem Aufzug stecken bleiben. 2015 musste z.B. eine Mutter mit ihren vier Kindern befreit werden.
 
 
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